Weimarer KulturgeschichteEine Bildungsreise in fünf Tagen!

Foto: Thomas Müller, weimar GmbH

„Bei aller Münchener Pracht, dem Glanz Berlins oder der Eleganz Hamburgs hat Weimar den glaubwürdigen Anspruch, als Deutschlands Kulturhauptstadt bezeichnet zu werden“, hieß es im vergangenen Jahr in einem internationalen Reisemagazin.

Und wir wagen zu sagen: „Das stimmt!“ Kaum eine andere Stadt in Deutschland zeugt auf so kleinem Raum von den Höhen und Tiefen menschlichen Denkens und Handelns wie das thüringische Weimar.

Denn die Kulturstadt Europas aus dem Jahr 1999 ist nicht nur die Geburtsstätte der deutschen Klassik, des Bauhauses und der Weimarer Republik, Weimar ist auch der Ort der deutschen Schande und des Rückfalls in die Barbarei.

Große Persönlichkeiten, allen voran Goethe und Schiller, lebten, arbeiteten und wirkten in Weimar. Martin Luther und Johann Sebastian Bach, später Liszt und Nietzsche und viele andere Größen verbrachten tätige oder auch umnachtete Jahre in der früheren Residenzstadt.

Nach dem Ende des I. Weltkrieges wurde 1919 unter Walter Gropius das Bauhaus in Weimar gegründet, 2019 feierten wir das 100-jährige Jubiläum der Kunstschule mit der Einweihung des neuen Bauhaus-Museums.

Ebenfalls 1919 fand die Verfassungsgebende Deutsche Nationalversammlung in Weimar statt, der Beginn der Weimarer Republik, heute gewürdigt im „Haus der Weimarer Republik“.

Auch die Nazis wussten um die Bedeutung Weimars und waren in der kleinen, aber bedeutenden Stadt bereits bei den Wahlen Ende der zwanziger Jahre erfolgreich. Hitler soll Weimar 42 Mal besucht haben und nicht umsonst steht das einzige von mehreren in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland geplanten Gauforen in Weimar.

Tiefpunkt - nicht nur, aber auch - der Weimarer Geschichte war 1937 die Gründung des Konzentrationslagers Buchenwald vor den Toren Weimars. In den acht Jahren bis Kriegsende litten hier rund 260.000 Menschen unter lebensunwürdigen Umständen in Haft, fast 56.000 von ihnen kamen zu Tode. Weitere fast siebentausend Menschen starben nach dem II. Weltkrieg bis zur Auflösung 1950 in dem nach 1945 als „Speziallager“ der sowjetischen Besatzungsmacht genutzten Areal.

Nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus entwickelte sich Weimar zu einer lebendigen Mittelstadt mit zwei Hochschulen, Behördenstandorten, Industrieflächen am Ortsrand und nicht zuletzt mit über 25 Museen und Ausstellungsorten im „klassischen Weimar“ zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Im Rahmen einer fünftägigen Bildungsreise bietet die Volkshochschule Weimar gemeinsam mit der städtischen weimar gmbh einen Besuch dieser Orte an. Stadtführungen, Gesprächsrunden und Museumsbesuche gehören ebenso zum Programm wie die Organisation der Unterkünfte, Imbisse und Bustransfer.

Weitere Details zum Inhalt und Ablauf der Reise finden Sie hier.

Sollten Sie Interesse am Angebot haben, übersenden Sie bitte direkt eine Email an vhs@vhs-weimar.de mit der Angabe, dass Sie von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz vermittelt wurden. Vielen Dank!


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